Wir verstehen die Erziehung und Bildung von Kindern als sehr verantwortungsvolle und wichtige Aufgabe

Die ersten Lebensjahre eines Kindes sind prägend für den weiteren Verlauf des Lebens, daher ist es wichtig das sich das Kind aufgehoben, geliebt und akzeptiert fühlt. Gemäß Forschern ist es letztlich die Qualität der frühen Bindung, die den Grundstein bildet für ein sicheres und gesundes Leben. Verantwortlich ist der Erziehende zunächst einmal sich selber gegenüber, die Aufgabe nach bestem Wissen und Können zu meistern und darüber hinaus, weiter in seine Aufgabe zu wachsen. Diese Verantwortung tragen gleichermaßen alle Beteiligten der Erziehungspartnerschaft, seien es die Eltern, die Großeltern oder auch die mit der Erziehungsaufgabe betrauteInstitution. Hierzu bedarf es respektvoller Umgangsformen und Dialoge auf Augenhöhe, die durch Offenheit und Engagement im Sinne des Kindes sind. Das erfordert von allen Beteiligten ehrliche Lernbereitschaft. Die Wichtigkeit der Verantwortungsvollen Erziehungsaufgabe ergibt sich aus der besonderen Hilfebedürftigkeit und Prägung des Kleinkindes.

Dies erfordert ein hohes Maß an Achtsamkeit in Hinblick auf das Wohlergehen und die individuellen Bedürfnisse. Daher müssen wir sehr behutsam, einfühlend und reflektiert mit unseren kleinen Mitmenschen umgehen und uns immer vor Augen halten, ob und wie wir sie durch unser Handeln oder das Unterlassen von Handlungen fördern oder vielleicht sogar unabsichtlich negativ beeinflussen. Im Zentrum alldem steht die Magie, die jedes Kind in sich trägt, also die besonderen Fähigkeiten (Ehrlichkeit, Lachen, Spielen, Zuhören, Kreativität, Neugier, Blick fürs Kleine, Leben) die uns Erwachsenen leider durch unseren Alltag manchmal abhandengekommen sind. Daher können auch wir Erwachsenen viel von unseren Kindern lernen, wenn wir nur offen dafür sind.

Räumlichkeiten

Unsere Grosstagespflege ist kindgerecht gestaltet und liegt in einer 100 qm großen Dachgeschosswohnung, die bei schönem Wetter einen grandiosen Ausblick bis nach Köln ermöglicht. Die Wohnung verfügt über 2 Schlafräume, ein großes Spiel- und Esszimmer, dass hauptsächlich zum Spielen und für kreative Arbeiten genutzt wird, sowie einen zusätzlichen Bewegungsraum. Der Bewegungsraum ermöglicht es den Kindern sich auch bei schlechtem Wetter ausgiebig zu verausgaben und die nötige Bewegung zu erhalten. Im großen Spiel- und Esszimmer befindet sich eine Kuschel- und Leseecke. Eine Spielküche, Puppenhaus und jede Menge Baumaterial, die kleinen Esstische werden dann natürlich auch für die gemeinsamen Mahlzeiten (Frühstück, Mittagessen, Zwischenmahlzeiten) genutzt. Hochstühle sind vorhanden. Die Spielangebote werden regelmäßig ausgetauscht, um immer wieder neue Impulse zu wecken. Die Schlafzimmer sind die Ruheräume, die Kinder können sich hier zurückziehen und ihren Mittagsschlaf machen. Jedes Kind hat seinen eigenen Schlafplatz. Durch die Größe der Wohnung und die getrennten Räume ermöglicht es uns Kinderpflegerin auch mal jeweils „nur“ mit unseren vier- oder Fünf Kindern alleine Aktivitäten zu unternehmen, sodass wir nicht ausschließlich mit allen neun Kindern in einem Raum sein werden. Die Küche wird aus Sicherheitsgründen nur von uns betreten. Das Badezimmer hat eine Badewanne, einen Tritthocker am Waschbecken für selbstständiges Händewaschen /Zähneputzen, auch der Wickelbereich steht hier zur Verfügung. Ein separates WC mit einem Toilettensitz und einem Töpfchen regt an um „trocken“ zu werden. Über die Terrasse kommt man in unseren kleinen Gartenabschnitt, indem wir kleine Gemüsebeete haben, die für unsere Anpflanzungen von frischem Obst und Gemüse im Frühjahr zur Verfügung stehen. Alle Räume werden regelmäßig geputzt und die Spielsachen in größeren Abständen gereinigt. Die Wohnung wird jeden Tag von uns gereinigt. Kontaktflächen wie Waschbecken, Tische oder Hochstühle werden natürlich nicht vergessen. Auch die Kinderhandtücher, Waschlappen, Geschirrtücher und Spüllappen, werden täglich ausgetauscht. Desinfektionsmittel verwenden wir nur auf der Wickelunterlage, Toilettensitz und Töpfchen. Wir sind ein Nichtraucherhaushalt. Die Betreuungsräume sind selbstverständlich rauchfreier Bereich.

Lernen am Bildungsort

Die Räume, die bei uns in der Wohnung zur Verfügung stehen, können unterschiedlich genutzt werden. Das Wohnzimmer wird als Spiel-, Ess- und mit Bastelzimmer genutzt. Die Küche wird nur zum Kochen und Backen genutzt. Das Schlafzimmer ist zum Ruhen und Schlafen da, jedes Kind hat dort sein eigenes Bett stehen. Das Badezimmer ist für die Hygiene, Hände-Mund waschen, Wickeln, auch ein Töpfchen steht für die großen parat. Die Toilette ist für die großen, die schon sauber werden und sind. Der Eingangsbereich/Flur ist für das An- und Ausziehen der Kleidung und Schuhe gedacht, manchmal auch für einige Kinder als Spielbereich, wenn es etwas wilder zugeht. Wir gehen nach Möglichkeit viel nach draußen. Wir haben einen Gartenabschnitt mit Sandkasten, Gartenhäuschen und jede Menge Spielzeug. Parkmöglichkeit ist vorhanden. Außerdem haben wir verschiedenstes Spiel-Material für Drinnen und Draußen Legosteine, Holzbausteine, Spielküche und Utensilien, Spielzelt, Decken und Kissen, Matten, Parkgarage, Autos, Puzzle, Bücher, Kuscheltiere, Spiele je nach Alter, Puppen, Motorik Würfel, Bälle, Kugelbahn, zum Gestalten: verschiedenes Papier, Buntstifte, Filzstifte, Kleber, Scheren, verschiedene Materialien, Knete, Sandspielzeug und noch unzählige weitere Spielangebote.

Unsere pädagogische Grundhaltung

Wir legen besonderen Wert darauf, das Kind als ganzheitliches Wesen zu betrachten. Dazu zählen sowohl der sprachliche, kognitive, emotionale und motorische Bereich. Es ist uns besonders wichtig den Kindern bestmögliche Rahmenbedingungen zu schaffen, damit sie selbstständig und selbsttätig die Welt und Ihre Umgebung erkunden können. Wir begegnen allen Kindern mit Wertschätzung, Anerkennen und Respekt, geben Orientierungshilfen und fördern das selbstbestimmte Handeln. Jedes Kind wird als Individuum bzw. eigenständige, kompetente Persönlichkeit wahrgenommen und in seiner Entwicklung entsprechend gefördert. Die Tagespflege bietet den Kleinsten einen geschützten Rahmen in einer kleinen Gruppe, um sich frei zu entfalten. Wir als Kinderpflegerin können jedem Kind individuell viel Aufmerksamkeit schenken, sie begleiten, unterstützen und fördern. Gleichzeitig lernen die Kinder von und miteinander. Die Unterstützung der Entwicklung, der Persönlichkeit und Fähigkeiten steht für uns in unserer Arbeit an erster Stelle. Dabei achten wir besonders auf folgende Schwerpunkte:

  • Respektvoller Umgang mit den Kindern, Eltern und der Kinderpflegerin
  • Kinderpflegerin hat eine Vorbildfunktion
  • Individuelle Bedürfnisse des Kindes erkennen und darauf eingehen
  • Intellektuelle Fähigkeiten des Kindes erkennen und individuell fördern
  • Entwicklung von sozialen Kompetenzen des Kindes innerhalb des Gruppenprozess fördern
  • Unterstützung der sozialen Bildung, wie z. B. Freundschaften schließen
  • Interesse für die Entwicklung der Natur fördern und pflegen
  • Spiel, Spaß und Freude während der Betreuungszeit
  • Gesunde, ausgewogene und bewusste Ernährung
  • Bewegung, Feinmotorik und Grobmotorik fördern (Freies Spielen, Tanzen, Klettern, Basteln)
  • Sinnliche Wahrnehmung und Erlebnisse fördern die Kreativität und Fantasie der Kinder
  • Sprachliche, aktive Kommunikation (Singen, Sprachbegleitendes Spiel, Vorlesen, Musik)

Unser Bild vom Kind

Kinder haben das Bedürfnis selbstständig und selbsttätig zu handeln und sich Ihre Welt als aktive Beobachter, Teilnehmer und Gestalter zu erschließen. Kinder lernen durch bewegtes Spiel, durch persönliche Erfahrung und Erlebnisse. Insbesondere in der frühkindlichen Entwicklung nimmt das Erfahrungslernen einen sehr hohen Stellenwert ein. Kinder sind neugierig und entdeckungsfreudig, sie verfügen über Kreativität, Motivation und Ausdauer, um sich die Welt und deren Gesetzmäßigkeiten zu erschließen. Um dieses selbsttätige und selbstbestimmte Erfahrungslernen zu ermöglichen, bedarf es einer reiz- und anregungsvollen gestalteten Umwelt, dadurch wird ein bedürfnis- und interessenorientiertes Lernen und Erleben ermöglicht. Partizipation, Mitbestimmungsrecht der Kinder haben in unserer pädagogischen Arbeit höchste Priorität. Das Äußern und Vertreten eigener Meinungen, das Anbringen von Ideen, Wünschen und Bedürfnissen, ist ausschlaggebend für die Persönlichkeitsentwicklung eines Menschen. Wir bestärken die Kinder darin, eigene Gefühle und Empfindungen wahrzunehmen, und diese zum Ausdruck zu bringen. Unser Ziel ist es, dass die uns anvertrauten Kinder zu selbstständigen, zufriedenen, einfühlsamen, toleranten, selbstbestimmten und eigenverantwortlichen Menschen entwickeln können.
Die ersten Lebensjahre sind die wichtigste Phase im Leben eines Menschen, daher ist es wichtig das Kinder über alle Sinneskanäle: Augen, Ohren, Nase, Mund, Hände und Haut genügend und vor allem sich immer wiederholende Reize aufnehmen können, damit sich im Gehirn Erfahrungs- und Informationsschleifen bilden können, auf die man sein ganzes Leben zurückgreift.

Kommunikation

Eltern und Tagespflegepersonen gehen eine Bildungs- und Erziehungspartnerschaft ein, daher steht für uns eine wertschätzende Kommunikation an erster Stelle. Respekt, Toleranz, Vertrauen, Flexibilität und klare Absprachen sind nur einige Aspekte die, die Basis, für eine gute Kommunikation bilden. Dies ist ausgerichtet am Interesse und der Bedürfnisse aller Beteiligten und insbesondere am Wohlergehen der Kinder. Während der Betriebszeit stehen wir für kurze Tür- und Angelgespräche zur Verfügung, für komplexe Themen sollte, jedoch ein separater Gesprächstermin vereinbart werden. In der Kommunikation mit den Kindern legen wir großen Wert darauf sie als voll- und eigenständige Persönlichkeit wahrzunehmen. Gerade bei unseren kleinen Mitmenschen ist eine Interaktion auf Augenhöhe sehr wichtig. Jedes Kind wird von uns in seiner jeweiligen Gedanken- und Gefühlswelt abgeholt. Ein achtsamer, liebevoller, wertschätzende, bedürfnisorientierter und gewaltfreier Umgang ist selbstverständlich.

Grundsätze unserer Bildungsarbeit

Uns ist es besonders wichtig, das Kind als ein ganzheitliches Wesen zu betrachten und dementsprechend zu handeln, um dies bestmöglich zu gewährleisten, liegt es uns am Herzen, jeden einzelnen Bildungsbereich in den Tagesablauf der Kinder zu integrieren. Dazu zählen sowohl der sprachliche, kognitive, emotionale und motorische Entwicklungsbereich, als auch der soziale-kulturelle Bereich, die ästhetische Bildung und natürlich auch der geistige Bereich. Die Erziehungspartnerschaft mit den Eltern ist für uns enorm wichtig, da wir stets im Austausch stehen und eng zusammenarbeiten werden, um Ihr Kind bestmöglich individuell fördern zu können. Wir schauen bei jedem Kind genau hin, betrachten seinen Entwicklungsstand und holen es genau dort ab.

Sprache und Kommunikation

Die Sprachentwicklung ist ein kontinuierlicher und lebenslanger Prozess, der von einer Vielzahl an Faktoren abhängig ist. Kinder entwickeln ihre sprachlichen Fähigkeiten am Modell des Sprachverhaltens, dies bedeutet das die Beziehung zu anderen Menschen und die daher miteingehende Kommunikation eine wichtige Rolle spielen. Im Mittelpunkt unserer pädagogischen Arbeit steht das Kind und seine Wahrnehmung. Die Sprachentwicklung beginnt ab dem ersten Tag, an dem Ihr Kind die Tagespflegestelle besucht und gehört zur ganzheitlichen Entwicklung. Die Sprachförderung durchzieht sich im ganzen Alltag der Kleinsten, daher bieten sich vielfältige Möglichkeiten die Sprache des Kindes im täglichen Geschehen zu fördern. Damit sich die Sprache bestmöglich entwickeln kann, bieten wir den Kindern anregende Möglichkeiten an wie z. B. Freude am Sprechen zu haben, Mut zuzusprechen, jedes Kind ernst nehmen, um die Sprache auf eine spielerische Art zu fördern. Außerdem sollten die Kinder auch lernen das zuhören und Wertschätzung zu einer guten Kommunikation gehören.

Aktiv wir dies in unserer Kindertagespflege in verschiedenen Situationen umgesetzt:

  • Morgenkreis
  • Lieder singen
  • Bücher vorlesen und anschauen
  • Aushandeln verschiedener Interessen
  • Beim Basteln
  • Bewältigung von Konflikten

Um nur ein paar Beispiele zu nennen.

Körper, Gesundheit und Ernährung

Das körperliche und seelische Wohlbefinden ist eine grundlegende Voraussetzung für die gesunde Entwicklung und Bildung der Kleinsten. Durch das Tasten, Fühlen und Saugen begreifen Kleinkinder die Welt. Bei der Vermittlung der Körperhygiene können sie bereits erste Autonomie Erfahrungen sammeln. Eine gesunde und ausgewogene Ernährung haben einen entscheidenden Einfluss auf die körperliche und geistige Entwicklung der Kinder. Ausgewogene und vollwertige Mahlzeiten gehören ebenso dazu, wie der Umgang und die Erfahrung mit den verschiedensten Lebensmittel.

Auch dies kann man schon mit den kleinsten Umsetzen:

  • Hände waschen
  • Zähne putzen
  • Einkaufen
  • Erkennung des eigenen Ich`s
  • Backen
  • Tisch decken
  • Selbstbestimmtes Sättigungsgefühl

Musisch – ästhetische Bildung

Die Musik spricht die Sinne in vielerlei Weise an, sie lässt verschiedene Bilder im Kopf entstehen und bietet die Möglichkeit sich auf verschiedenen Arten auszudrücken. Ästhetik berührt alle Bereiche des Alltäglichen Lebens. Im täglichen Morgenkreis wird regelmäßig gesungen und verschiedene Instrumente werden genutzt (Trommel, Rassel, Xylophon). Wir greifen die vorhandene Lust der Kinder am Singen auf und regen sie an, ihr rhythmisches Gefühl, ihre Stimme und das Spiel einfacher Instrumente zu entfalten. Wir bieten verschiedene Utensilien wie z. B (Wassermalfarben, Pappe, Filzstifte, Wachsmalstifte, Holz, Papier) etc. an, durch die freie Wahlmöglichkeit kann so die Kreativität der Kinder gefördert werden. Durch das gezielte Angebot erlernen sie auch die Eigenschaften der verschiedenen Materialien und deren Nutzen z. B (Mischen, Farben) kennen.

  • Singen und sprechen
  • Musik und Bewegung/Tanzen
  • Instrumente spielen
  • Bilder malen, Basteln, Leinwände gestalten

Bewegung

Der natürlich vorhandene Bewegungsdrang, das Bedürfnis und die Freude der Kinder erhöht die Konzentration und regt das Denkvermögen an. Die Bewegung unterstützt die Kinder sich selbst einzuschätzen, Hemmungen zu überwinden, Selbstsicherheit zu entwickeln und somit auch selbstständig zu werden. Um eine positive Grundeinstellung gegenüber der Bewegung zu erreichen, bieten den Kindern die Möglichkeit, sich täglich und auch bei Ausflügen z. B (Spielplätze, Wald, Spaziergang) spielerisch auszuprobieren.

  • Tanzen
  • Freies Spielen drinnen und draußen
  • Turnangebote
  • Spaziergänge
  • Klettern, Rennen, laufen, hüpfen

Soziale, kulturelle und interkulturelle Bildung

Soziale Bindungen zwischen Menschen, sind elementare Voraussetzungen, für einen gesunden Bildungsprozess, die insbesondere durch Erfahrung geprägt wird. Wir als Tagespflegepersonen, Eltern, Verwandte und Großeltern begleiten diesen Prozess, unterstützen sie und geben ihnen die nötige Sicherheit. Wertschätzung, Liebe, Mitgefühl, Geduld, Fairness und Gelassenheit aber auch Offenheit sind Leitlinien unseres Miteinanders. Zur Kultur außerhalb der Heimmischen Umgebung

  • Raumgestaltung
  • Essen
  • Umgang im täglichen Miteinander
  • Bücher
  • Regeln und Grenzen

Religion und Ethik

Die Kinder bekommen Werte z. B Mitgefühl, Liebe, Dankbarkeit, Geduld etc. vermittelt. Durch das feiern anderer Feste unterschiedlicher Kulturen, wird ihnen auch ein Gefühl und der Respekt, für andere Religionen und Gebräuche vermittelt. Zudem lernen Sie durch unsere vielfältige Küche andere Kulturen und Geschmäcker kennen.

  • Feste
  • Kochen
  • Bücher
  • Gebräuche / Rituale

Mathematische Bildung

Formen, Zahlen, Größen und das räumliche Denken, sind Dinge, die uns im Alltag jederzeit begleiten und gefördert werden.

  • Zahlen, Würfel, Puzzle
  • Bauklötze
  • Formen und Farben
  • Mengen, Größen, Längen
  • Freies Spielen

Naturwissenschaftliche Bildung – technische Bildung

Durch Spaziergänge in der Natur zu den unterschiedlichen Jahreszeiten, sammeln und erkunden entsprechender Materialien, wird dadurch das Verständnis und Bewusstsein für unsere Umwelt geschaffen.

  • Basteln mit verschiedenen Materialien z. B Kastanien, Blätter, Holz, Steine
  • Kennenlernen unterschiedlicher Pflanzen, Bäume und Sträucher
  • Verschiedene Baukästen, Fernglas, Sanduhr, Magnete

Ökologische Bildung

Der Achtsame und Bewusste Umgang mit den natürlichen Ressourcen und die damit verbundene Umwelt steht dabei im Fokus.

  • Mülltrennung, Umgang mit Wasser
  • Schutzraum für Tiere
  • Wiederverwertung verschiedenster Dinge
  • Regionales und saisonales Obst

Medien

Der letzte Bildungsbereich, die im Kibiz genannt sind, befasst sich mit Medien und auch hier sollte den Kindern ein gesunder und bewusster Umgang vermittelt werden.

  • Toni Box, Kassetten, Hörbücher, CDs ´s
  • Kamera
  • Spielzeugtelefon
  • Bücher

Eingewöhnung, Aufbau einer Bindungsbeziehung und Abschied

Es ist eine große Herausforderung, die von einem Kind abverlangt wird, sich von seinen Eltern zu lösen und zum einem an eine neue Umgebung und neue Menschen zu gewöhnen, dies erfordert viel Einfühlungsvermögen. Damit einer intakten Betreuungspartnerschaft nichts im Wege steht, ist eine sanfte und behutsame Eingewöhnung enorm wichtig. Unser Schwerpunkt liegt darin, den Kindern eine geschützte und liebevolle Umgebung zu bieten, in der sie sich sicher fühlen, sich frei entfalten und behaupten können, um ihre Selbstständigkeit und ihr Selbstbewusstsein bestmöglich zu fördern. Besonders unsere kleinen Mitmenschen benötigen emotionale Sicherheit und Stabilität, eine liebevolle Bezugsperson und einen sich wiederholenden geregelten Tagesablauf. Wir legen viel Wert auf Individualität und achten genau darauf was jedes Kind benötigt. Was braucht es, wie fühlt es sich, wo können wir helfen, wo können wir unterstützen und wo müssen wir handeln? Der Übergang für unsere Kleinen in die Tagespflege ist ein neuer und wichtiger Schritt im Leben unserer Kinder, um dieses zu erleichtern und Problemen vorzubeugen, gibt es eine Eingewöhnungsphase. Der begleitende Elternteil spielt hier eine wichtige Rolle, denn nur er gibt dem Kind die Sicherheit, die es benötigt, um auf andere zu zugehen und eine neue Bindung aufzubauen und zuzulassen.

Wichtig dabei ist: nur ein Elternteil sollte die komplette Eingewöhnung übernehmen.

Die Dauer der Eingewöhnung kann ca. 2-3 Wochen betragen.

Die Eltern kommen mit ihrem Kind zusammen in die Tagespflegestelle. Hier bleiben sie täglich ca. 2 Stunden, damit ihr Kind ein erstes Vertrauen gegenüber mir aufbauen kann und sich mit der neuen Umgebung anfreundet. In der ersten Woche werden keine Trennungsversuche gestartet um eine nötige Sicherheit und Geborgenheit zu schaffen.

Nach der ersten Woche der Eingewöhnungsphase fangen wir langsam damit an, dass die Mutter bzw. der Vater sich einige Minuten nach der Ankunft verabschieden. Sie bleiben aber in der Tagespflegestelle. Wenn die Tagesmutter eine Bezugsperson für das Kind darstellt, werden in den nachfolgenden Tag die Zeiträume ohne Elternteil vergrößert, sie halten sich weiterhin in der Tagespflegestelle auf. Sollte dies reibungslos funktionieren, beginnen wir damit, dass sie Ihr Kind morgens bringen, warten bis es richtig angekommen ist und sich behutsam verabschieden. Wenn dies erfolgreich klappt verlassen Sie die Tagespflegestelle, sind jedoch jederzeit erreichbar, falls die Tragfähigkeit der neuen Beziehung zur Tagesmutter noch nicht ausreicht, um das Kind in besonderen Fällen aufzufangen.

Eltern unterstützen ihr Kind beim Kennenlernen der neuen Umgebung und der Tagespflegeperson, in dem Sie folgendes beachten:

Sie setzen sich in ein gemütliches Eckchen im Wohn- und Spielzimmer und verhalten sich grundsätzlich passiv. Sie reagieren auf Annäherung und Blickkontakt positiv- nehmen jedoch von sich aus keinen Kontakt auf. Sie drängen Ihr Kind nicht, sich von Ihnen zu entfernen oder etwas Bestimmtes zu machen. Wenn sie den Raum verlassen möchten, lassen Sie es zu, dass ihr Kind Ihnen eventuell folgt. Sie sollten versuchen sich nicht mit anderen Dingen oder Kindern zu beschäftigen.

Die Eingewöhnung ist dann abgeschlossen, wenn sich Ihr Kind bei mir wohlfühlt, angekommen ist und sich von mir auch in schwierigen Situationen abgeholt fühlt und sich trösten lässt, um ihrem Kind die nötige Geborgenheit und Sicherheit zu geben. Durch unsere eingehende Bildungspartnerschaft erwarte ich von den Eltern stets Pünktlichkeit und Zuverlässigkeit, um mir, Ihnen und auch Ihren Kindern die nötige Sicherheit eines geregelten Tagesablaufs zu gewährleisten, damit wir gemeinsam in den Tag starten können und ihn gemeinsam beenden können. Dies erwarte ich natürlich auch von mir selber, um ein gutes Vertrauensverhältnis zwischen mir und den jeweiligen Eltern aufzubauen.

Formelles

Unsere Betreuungszeiten sind von Montag bis Donnerstag von 8.00 bis 15.00 Uhr und- Freitags von 8.00 bis 14.00 (die Kinder sollten bis spätestens 8.30 gebracht werden um gemeinsam in den Tag starten zu können). Wir arbeiten mit dem Jugendamt der Stadt Bornheim zusammen.

Der Betreuungsbetrag ist abhängig von der vereinbarten Betreuungszeit. Die Eltern müssen der Stadt Bornheim einen einkommensabhängigen Beitrag entrichten und das Jugendamt zahlt für jedes betreute Kind einen nach der Betreuungszeit gestaffelten Zuschuss an die Kinderpflegerin. Die Fördersätze und die Höhe er Elternbeiträge findet man auf folgender Internetseite:

Wir wünschen uns die Zusammenarbeit mit den Eltern partnerschaftlich und auf Augenhöhe. Der stetige Austausch ist sehr bedeutsam und wichtig für die Betreuung Ihres Kindes. Ein ausführliches Elterngespräch ist halbjährlich geplant. Grundlage eines jeden Gesprächs wird das persönliche Portfolie und die darin enthaltende Bildungsdokumentation sein.

Ansonsten können jederzeit Tür- und Angelgespräche kleinerer Anliegen besprochen werden

Exemplarischer Tagesablauf

Alle Zeitangaben sich Richtwerte und abhängig vom aktuellen Tagesgeschehen, der Gruppendynamik, den geplanten Aktionen, sowie den Witterungsverhältnissen und den individuellen Bedürfnissen der Kinder.

So kann ein Tagesablauf in der Kindertagespflege Zwergenwald aussehen…

8.00 bis 8.30: Das Eintrudeln und die Begrüßung

Die Kinder werden von Ihren Eltern gebracht. Es können mit Eltern keine alternativen Absprachen getroffen werden.

8.30 bis 9.30: Frühstück und Morgenkreis

Nach dem Morgenkreis, in dem man ein Begrüßungslied singt, das die Kinder erstmal ankommen, setzen wir uns gemeinsam an den
Tisch und es kann gefrühstückt werden. Das Frühstück wird von der Kindertagespflegerin zubereitet (z. B Gemüseteller, Obst, Belegte
Brote oder Müsli)

9.30 bis 11.30 Freies Spielen und Snack

Freie Spielphase entweder drinnen und/oder draußen. Die Kinder können selbst bestimmen was Sie spielen möchten. Zwischendurch die Windelpflege und nach Bedarf ein Obstsnack

11.30: Händehygiene und Mittagessen

Hände waschen und das gemeinsame Mittagessen

12.30: Ruhephase

Windelpflege und Zähne putzen. Anschließend werden die Kinder mit einem kleinen Ritual ins Bett gebracht.

Danach: individuelle Aufwachphase, spielen oder Snack, Kinder werden abgeholt und verabschiedet

Das waschen und wickeln wird natürlich nach Bedarf durchgeführt

Ernährung

Gesunde Ernährung beginnt schon beim Einkaufen. Bei uns wird vollwertig, ausgewogen und täglich frisch gekocht. Die Verpflegung der Kinder besteht aus einem Frühstück ( z.B. belegte Brote, Obst, Gemüse, Müsli), kleinen Zwischenmahlzeiten am Vormittag (Obst der Saison, z.B. Äpfel Bananen, Birne und Pfirsich), einem warmen Mittagessen, sowie einem kleinen Snack am Nachmittag ( z.B. Joghurt, Bretzeln oder Sesamstangen). Alle Kinder essen gemeinsam an zwei kleinen Tischen, für die kleineren haben wir selbstverständlich auch Hochstühle. Den Kindern ist es selbst überlassen, so gut es geht, die Mahlzeiten eigenständig zu sich zu nehmen, wenn sie Hilfe benötigen gehen wir natürlich zur Hand. Was natürlich dazu gehört: Kinder essen auch gerne mit den Fingern, um Ihr Essen nicht nur zu schmecken, sondern auch zu fühlen. Linder müssen bei uns selbstverständlich keine Lebensmittel esse, die sie nicht mögen. Außerdem müssen die Kinder Ihren Teller nicht leer essen, dazu wird keiner gezwungen. Wir achten im Vorfeld auf die Portionengröße und geben lieber nochmal einen Nachschlag, falls dieser erwünscht ist. Ihr Kind kann am besten selbst bestimmen, wieviel es essen kann und möchte. Bei Nahrungsunverträglichkeiten werden wir natürlich Rücksicht auf Ihr Kind nehmen. Wir werden Ihnen natürlich selbstverständlich darüber Auskunft geben, was und wieviel Ihr Kind bei uns gegessen hat

Tiere in der Kindertagespflege

Tiere gehören zum Leben und sind auch häufig geschätzte Mitbewohner im Haushalt von Kinderpflegepersonal. Fachleute sind sich darüber einig, dass auch Kleinkinder vom Kontakt mit geeigneten Haustieren profitieren können, wenn die Bedürfnisse aller Beteiligten nach Ruhe und Schutzzonen in ausreichender Weise berücksichtigt werden. Zu unserem Haushalt gehören unsere zwei Kater Hugo und Hannibal, die beiden werden in der angemieteten Dachgeschosswohnung nicht leben. Da ich allerdings in der Wohnung darunter lebe, werden uns die beiden ab und zu einen Besuch abstatten, oder wir werden Ihnen auf unseren Unternehmungen draußen mal begegnen. Die beiden sind sehr lieb Kindern gegenüber aber eher vorsichtig. Die Tiere werden regenmäßig geimpft und entwurmt. Der Schlafplatz, Futterplatz oder auch das Katzenklo befinden sich alle nicht in der Tagespflege selber und spielen somit, für die Kinder keine Rolle. Wir sind beide mit Tieren groß geworden und empfinden es als unheimlich wichtig, früh Berührung mit Tieren zu haben. Gerade Kindern in der Stadt ist es oft nicht vergönnt, da viele Vermieter keine Tierhaltung dulden. Bei uns dürfen die Kindern den Tieren begegnen und lernen, wie man mit Ihnen umgeht. Selbstverständlich immer angeleitet und begleitet von uns.

Gesundheit und Krankheit

Im Interesse aller Tageskinder, der Kinderpflegerin und deren Familien, sowie insbesondere zum Schutz evtl. schwangerer Mütter, müssen sich alle in Bezug auf den Infektionsschutz an bestimmte Regeln halten:

Ich bin angewiesen vor Aufnahme der Kinder den Infektionsschutz der Kinder auf Vollständigkeit zu
überprüfen.

Ich richtige mich bei Krankheiten nach den allgemeinen Wiederzulassungsrichtlinien und betreue Kinder erst wieder, wenn sie ohne Medikamente 24 Stunden fieberfrei sind und 48 Stunden ohne Durchfall und Erbrechen. Treten während der Betreuungszeit bei Ihrem Kind Schwerwiegende Erkrankungen auf, ist die Betreuung durch Sie oder eine von Ihnen angegebene Person sicherzustellen. Kranke Kinder gehören in die Obhut der Eltern, es ist wichtig für das Kind, innerhalb der Familie zu genesen. Neben der Ansteckungsgefahr steht die Befindlichkeit des Kindes an oberster Stelle.

Medikamente

Grundsätzlich geben wir Kindern keine Medikamente.

ollte ein Kind nach einer Krankheit für einen begrenzten Zeitraum medizinisch unvermeidbare Medikamente einnehmen müssen, so benötigen wir zwingend eine schriftliche Bescheinigung der Eltern.

Bei chronischen und allergischen Erkrankungen, sowie Fieberkrämpfen ist eine Medikamentenvergabe, durch eine schriftliche Bescheinigung des jeweiligen Kinderarztes unerlässlich.

Pflegehilfsmittel

Als Kindertagespflegerin ist es uns ohne ein schriftliches Einverständnis nicht erlaubt, jegliche Art von Pflegecremes z. B Sonnencreme, Wundschutzsalbe etc. anzuwenden. Sie sollten uns bei Interesse die benötigten Utensilien zur Verfügung stellen. Auch die gewünschten Windeln und Feuchttücher werden von Ihnen bereitgestellt werden.

Erkrankung der Kindertagespflegeperson

Wir sind in Kooperation mit dem Jugendamt Bornheim , um im Krankheitsfall, gegebenenfalls eine Vertretung zu organisieren. Im Krankheitsfall sind wir darum bemüht eine Vertretung zu ermöglichen, es besteht jedoch keine Pflicht.

Urlaub

Mein Urlaub beträgt 30 Tage im Jahr. Die Urlaubsplanung wird frühzeitig festgelegt und sichtbar ausgehängt. Zwischen Weihnachten und Neujahr, sowie an Feiertagen bleibt die Tagespflege grundsätzlich geschlossen.

Abschied von der Kindertagespflegestelle, den Kindern und der Kinderpflegerin

Der Abschied eines Kindes wird individuell, rechtzeitig besprochen und vorbereitet. Das Kind wird im Vorfeld Anhand von Büchern und Gesprächen auf die Umstellung und den neuen wichtigen Schritt in den Kindergarten behutsam vorbereitet. Gemeinsam mit den anderen Kindern aus der Kindertagespflegestelle wird ein Abschiedsgeschenk erstellt, sodass sich jedes Kind an die schöne Zeit in der Kindertagespflegestelle „Zwergenwald“ erinnern kann und ein Andenken besitzt. Der Abschied wird innerhalb der Tagespflegestelle mit Musik und Kuchen gefeiert. Abschiede sollten wenn möglich Freitags stattfinden.